St. Maria Lyskirchen

Die Milieukrippe in der romanischen Kirche St. Maria Lyskirchen zählt zu den beliebtesten Krippen in Köln. Pfarrer Gottfried Kirsch, der im Januar 1996 im Alter von 80 Jahren verstarb, iniziierte sie, als er 1982 an die Pfarre Lyskirchen berufen wurde. Zuvor war er in Köln bereits bekannt geworden, weil er in St. Ägidius in Porz-Wahn die sogenannte Hänneschen-Krippe angeregt hatte.

Die Krippe in St. Maria Lyskirchen spiegelt das Milieu der Pfarre Lyskirchen in den 1920er Jahre wider: Weihnachten haben Maria, Josef und das Kind in einem Bretterverschlag an der Pfarrkirche Maria Lyskirchen ihre Herberge gefunden. Es sind schwieirge Jahre, nicht nur für die armen Leute der Pfarre Lyskirchen. Zur Krippe kommen ein Ringroller (Hafenarbeiter), ein Matrose mit einem 'leichten Mädchen' aus der Nächelsgasse, ein holländischer Heringsverkäufer, die "Hellije Mägde und Knäächte", eine Marktfrau, eine Franziskanernonne, Kinder, Frau Tiefenbach, eine arme Frau aus der Gemeinde, Sternsinger (ab. 6. Januar), ein Schutzmann mit einem Trunkenbold. 1995 schenkte die Gemeinde ihrem Pastor seine eigene Figur, seitdem ist auch Gottfried Kirsch in der Krippe zu sehen. In den vergangenen Jahren sind neue Figuren dazu gekommen: ein Apotheker; Frau Färber, eine Frau, die sich um hilfsbedürftige Menschen in der Gemeinde kümmerte und im Winter eine weiße Pudelmütze trug; Irma Müller-Hermann, die viele Figuren eingekleidet hat. Sie verstarb im Jahr 2000. Jetzt findet sich ihre Figur in der Krippe. Seit 2002 wird der Karneval auch durch das "Jeckebääntche" (Jeckeberndchen) vertreten. Im Januar 2004 kam als Geschenk zweier Kölner Handwerksfirmen ein Wandergeselle hinzu. Alle Figuren schnitzte Heinz Kuhle. Seit Januar 2005 findet sich auch immer wieder ein neugieriges Mäuschen in der Krippe, doch leider findet es immer wieder andere Liebhaber, deswegen ist es nicht immer in der Krippe. Dafür hat ein "Junkie" seinen Platz in der Krippe gefunden ebenso wie das Romamädchen Crina und die Sängerin Maria Brecht.

Die neueren Figuren hat Gisela Nagel eingekleidet

Seit 1997 zeigt die Krippe Adventsbilder. Im westlichen Teil der Krippe sind dann Szenen aus dem Lukas- und dem Matthäusevangelium zu sehen. In der Adventszeit 2007 war eine neue Figur und damit auch eine besondere Szene aus dem alten Testament zu sehen: Der Prophet Bileam mit seiner Eselin. Diese erkennt den Engel, der beiden den Weg versperrt. Der Prophet hatte den Boten des Herren aber noch nicht erkannt und prügelte die Eselin, weil sie den Weg nicht fortsetzen wollte. Durch ein Wunder Gottes redete die Eselin und machte Bileam auf den erzürnten Boten des Herrn aufmerksam.

Seit 1998 weist die Krippe eine größere Kulisse auf, die Michael Sichelschmidt erweiterte. Den ursprünglichen Teil schuf Heribert Oedingen. Für den Aufbau der etwa zehn Meter langen Krippe werden drei Tage benötigt. Beachten Sie allein, mit wie viel Sorgfalt die Pflasterseteine verlegt sind und wie viele Blumen ab Weihnachten (Osterglocken an der Kreuzdarstellung und weiße Veilchen) in der Krippe blühen. Die Figuren ändern alle paar Tage ihren Standort, so dass sich immer wieder neue Konstellationen ergeben und es immer wieder Freude macht, an diese Krippe zu kommen.

Verantwortlich für die Krippe sind Maria Brecht und Benjamin Marx, der auch die Litfasssäule schuf.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite von St. Maria Lyskirchen: http://www.lyskirchen.com

 

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